obra:ga29-30:tonalidade-afetiva-409a410
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| + | ===== EM MEIO À TONALIDADE AFETIVA AS COISAS SE DÃO (409-410) ===== | ||
| + | <tabbox Casanova> | ||
| + | Como vimos, nós tratamos do tédio, não de uma tonalidade afetiva qualquer. Se tomamos agora todo este estudo como uma orientação fundamental sobre a essência do homem, então precisamos dizer inicialmente que, em meio à discussão do tédio, aproximamos efetivamente de nós uma tonalidade afetiva, talvez mesmo uma tonalidade afetiva fundamental do homem. No entanto, só aproximamos de nós uma vivência anímica possível, e, além disso, fugidia, a partir da qual não temos o direito de tirar conclusões sobre todo o homem. A questão é que, a partir de nossas considerações introdutórias, | ||
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| + | <tabbox Daniel Panis> | ||
| + | Nous avons, comme on l’a vu, traité de l’ennui, non d’une tonalité quelconque. Si à présent nous prenons cette étude tout (410) entière comme une orientation fondamentale donnée sur l’essence de l’homme, malgré tout nous devons dire dans un premier temps que, en expliquant l’ennui, nous avons certes approché une tonalité, peut-être même une tonalité fondamentale de l’homme ; mais ce n’est pourtant là qu’une possible expérience psychique, par surcroît fugitive, à partir de laquelle il ne nous est pas permis de tirer de conclusion sur l’homme tout entier. Mais à partir des analyses introductives, | ||
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| + | <tabbox Original> | ||
| + | Wir handelten von der Langeweile, Wie sich zeigte, Nicht von einer beliebigen Stimmung. Wenn wir diese Ganze Betrachtung (410) Jetzt in Anspruch nehmen als eine Grundorientierung über das Wesen des Menschen, so müssen wir doch Zunächst sagen, daß wir zwar Hier bei der Erörterung der Langeweile eine Stimmung, vielleicht auch eine Grundstimmung des Menschen uns nähergebracht Haben, aber doch nur ein mögliches seelisches und noch dazu flüchtiges Erlebnis, von dem aus wir doch nicht auf den ganzen Menschen schließen dürfen. Allein, wir Wissen schon aus den einleitenden Betrachtungen – und wir haben dieses Wissen durch die konkrete Interpretation der Langeweile geklärt – , daß Stimmungen als solche nicht bloße Tönungen und Begleiterscheinungen des seelischen Lebens sind, sondern Grundweisen des Daseins Selbst, in denen einem so und so ist, Weisen des Daseins, darin sich das Dasein so und so Offenbar wird. Deshalb konnten wir auch gar nicht von der Langeweile als einem Objekt der Psychologie Handeln. Eben deshalb können wir auch gar nicht von diesem Objekt der Psychologie auf das Ganze des Menschen schließen. Wir brauchen diesen Schluß um so weniger zu vollziehen, als die Stimmung uns weit gründlicher und wesentlicher zu uns selbst bringt. In der Stimmung ist einem so und so. Was das heißt, zeigt uns die tiefe Langeweile. Das Dasein in uns offenbart sich. Das sagt wieder nicht: Wir erhalten Kunde von etwas, von einem Vorkommnis, was uns sonst imbewußt geblieben wäre, sondern: Das Dasein stellt uns selbst vor das Seiende im Ganzen. In der Stimmung ist einem so und so – darin liegt also: Die Stimmung Macht gerade das Seiende im Ganzen und uns uns selbst als inmitten desselben befindlich offenbar. Das Gestimmtsein und die Stimmung ist keineswegs ein Kenntnisnehmen von seelischen Zuständen, sondern ist das Hinausgetragenwerden in die je spezifische Offenbarkeit des Seienden im Ganzen, und das sagt: in die Offenbarkeit des Daseins als solchen, so, wie es sich inmitten dieses Ganzen je befindet. | ||
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